Tarifkampf bei den Sozial- und Erziehungsdiensten

„Wer ist am Ende? Hoch die Hände!“

Und viertausend Hände gingen in die Höhe. Gute Stimmung am Marienplatz zur besten Uhrzeit. Statt das Glockenspiel zu bestaunen, konnten Touristen aus aller Welt zweitausend kämpfende Kolleginnen und Kollegen aus den Sozial- und Erziehungsdiensten erleben. Unterstützung kam aus Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und Rosenheim, um der ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle den Rücken zu stärken. Diese erklärte wenige Tage vor der nächsten und dritten Verhandlungsrunde am 17. Mai und in Sichtweite des OB-Büros: „Ohne eine echte finanzielle Aufwertung und eine nachhaltige Entlastung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst kann es keinen Tarifabschluss geben. Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, provozieren sie weitere Streiks.“

„Wir befinden uns momentan alle in einer sehr schwierigen Situation. Zwei Jahre Corona haben Bürgerinnen und Bürgern und den Beschäftigten sehr viel abverlangt. Und die durch die Ukrainekrise ausgelösten Unsicherheiten fordern uns als Gesellschaft und auch ganz konkret die Kommunen zusätzlich, denkt man nur an die Erstaufnahme der Geflüchteten und deren sichere Unterbringung“, läßt Karin Welge, die SPD-Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen und Verhandlungsführerin der kommunalen Arbeitgeber, der Öffentlichkeit wissen.

Die DKP dazu: „100 Milliarden für die Aufrüstung der Bundeswehr – aber bei uns fehlt das Geld?! Die Kommunistische Partei (DKP) steht solidarisch hinter den Streikenden und unterstützt den Kampf der KollegInnen im Sozial-und Erziehungsdienst um bessere Arbeitsbedingungen, grundsätzlich bessere Bezahlung durch höhere Eingruppierung und mehr Personal zur Erfüllung ihrer gesellschaftlichen und gesetzlichen Aufgaben.“ Das tausendfach in vielen bayerischen Orten verteilte Flugblatt der DKP kann hier nachgelesen werden:

Ein erster Bericht über diesen Tarifkampf kann hier nachgelesen werden: https://dkp-muenchen.de/2022/03/17/8-maerz-internationaler-frauentag-8-maerz-streiktag/

Nun richten sich alle Blicke auf die Verhandlungsrunde am 16./17. Mai. Am Ende sind die Kolleginnen und Kollegen noch nicht!

Bericht: RW