Das Parteiensystem vor der Bundestagswahl 2021 – von Beate Landefeld

A member of the German Communist Party (DKP) raises his fist as he attends the unveiling ceremony of the 4.4 metres (14 feet) high bronze statue of Karl Marx, created by Chinese artist Wu Weishan and donated by China, to mark the 200th birth anniversary of the German philosopher in his hometown Trier, Germany May 5, 2018. REUTERS/Wolfgang Rattay

Mit der Bundestagswahl 2021 geht die Ära Merkel zu Ende. Sie hinterlässt eine gewandelte CDU und ein verändertes Parteiensystem im Land. Merkel modernisierte die CDU, um sie für die neuen lohnabhängigen Mittelschichten attraktiv zu machen. Im Gefolge der Expansion des Bildungswesens seit den 1970er Jahren und mit der Ausweitung öffentlicher und privater Dienstleistungen wuchsen diese Schichten zahlenmäßig stark an. Zum Teil noch geprägt durch die 1968er Generation, wählten sie in den 1970er Jahren überwiegend die SPD, ab den 1980er Jahren zunehmend die Grünen. Der Einfluss der CDU in den Großstädten schrumpfte. Mit dem Übergang zum Neoliberalismus und beschleunigt durch die Agenda 2010 setzte zudem die Erosion der Wählerbasis der SPD ein, die sich seit 1990 halbierte.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin veröffentlichen wir hier einen Artikel von Beate Landefeld zu den bevorstehenden Bundestagswahlen am 26. September 2021. Die Marxistischen Blätter 4_2021 und weitere Ausgaben können hier https://www.neue-impulse-verlag.de/# bestellt werden.

(Foto: Reuters)