Jetzt 24-Stundenstreik gegen die Metallbosse!

Keine Nullrunde! 4 Prozent und keinen Cent weniger!
Nach vier Wochen mit vielfältigen Aktionen und über 600.000 Kolleginnen und Kollegen, die sich daran beteiligten, kommt der NRW-Verhandlungsführer der Kapitalisten, Kirchhoff, mit einer Bemerkung um die Ecke: sie wollen „eine substanzielle
Einmalzahlung … tarifvertraglich … vereinbaren“, um dann „2022 eine reguläre Tariferhöhung“ zu vereinbaren. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2021) Unter
„substanziell“ versteht der Herr Kirchhoff mehr „als 100 Euro“. Danke für Nichts!
Wie meinte der bayrische Bezirksleiter der IG Metall, Johann Horn, am 19. März:
„Sie (die Kolleginnen und Kollegen, der Verfasser) lassen sich von den Arbeitgebern
nicht mit einer Nullrunde für 2021 abspeisen. Und sie verlangen verbindliche Regelungen, um Arbeitsplätze zu sichern. Wir werden die Warnstreiks in der kommenden
Woche fortsetzen – und zwar so lange, bis die Menschen bekommen, was ihnen zusteht.“
Es wird Zeit, die Gangart zu verschärfen. Es wird allerhöchste Zeit für 24 Stundenwarnstreiks. Und wenn die nicht helfen, die Urabstimmung einleiten und durch
Streik die Kapitalisten dort packen, wo es ihnen weh tut: am Geldbeutel.
Geld ist genug da! Während z. B. Einzelhandel und Gastronomie vom Pandemiebedingten Lockdown hart getroffen sind, laufen die Geschäfte bei vielen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie gut, wie ein kleiner Blick in die Wirtschaftsmeldungen diverser Zeitungen zeigt:

Wie meinte der bayrische Bezirksleiter der IG Metall, Johann Horn, am 19. März:
„Sie (die Kolleginnen und Kollegen, der Verfasser) lassen sich von den Arbeitgebern
nicht mit einer Nullrunde für 2021 abspeisen. Und sie verlangen verbindliche Regelungen, um Arbeitsplätze zu sichern. Wir werden die Warnstreiks in der kommenden
Woche fortsetzen – und zwar so lange, bis die Menschen bekommen, was ihnen zusteht.“
Es wird Zeit, die Gangart zu verschärfen. Es wird allerhöchste Zeit für 24 Stundenwarnstreiks. Und wenn die nicht helfen, die Urabstimmung einleiten und durch
Streik die Kapitalisten dort packen, wo es ihnen weh tut: am Geldbeutel.
Geld ist genug da! Während z. B. Einzelhandel und Gastronomie vom Pandemiebedingten Lockdown hart getroffen sind, laufen die Geschäfte bei vielen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie gut, wie ein kleiner Blick in die Wirtschaftsmeldungen diverser Zeitungen zeigt:
Arbeitszeitverkürzung notwendiger denn eh und je! Der Produktivitätsfortschritt
macht es möglich. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft in seiner Statistik
-Reihe
„Deutschland in Zahlen“ veröffentlichte, sind im Zeitraum von 1991 bis 2019 die Jahresarbeitsstunden der Voll- und Teilzeitbeschäftigten um 10,1 Prozent zurückgegangen, während gleichzeitig die Produktivität um 79,8 Prozent gestiegen ist. Es gibt keinen Grund, die gestiegene Produktivität in die Taschen der Kapitalisten fließen zu
lassen.
Die Gesundheit macht es nötig. Zwischen 2009 und 2019 ist die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle um 27 Prozent und die der AU-Tage um 36 Prozent gestiegen. (BKK
Gesundheitsreport 2020)
Mehr Zeit für Familie, Freunde, Sport und Politik; mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen: Deshalb 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
Gleiche Arbeitsbedingungen in Ost und West erkämpfen. BMW, Daimler, Porsche,
VW, Siemens und wie sie alle heißen, haben Produktionsstandorte in Ost und Westdeutschland. Vorteilhaft für die Unternehmer, dass im Osten länger gearbeitet werden muss für weniger Geld, tariflich vereinbart. Nachteilig für die Beschäftigten – in
Ost und West. Wir kennen ja das Spiel der Kapitalisten mit der Drohung von Produktionsverlagerungen. Gleiche Arbeitsbedingungen schieben dem einen Riegel vor.

Wir fordern:

1. 4 Prozent mehr Lohn und keinen Cent weniger!
2. Kein Abwälzen der Krisenlasten auf uns Kolleginnen und Kollegen
3. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich
4. Gleiche Arbeitsbedingungen in Ost und West

VOLKSWAGEN
„Unter den Marken des VolkswagenKonzerns ist die Sportwagen-Tochter
Porsche der große Gewinner. Der
Stuttgarter Autohersteller ist nahezu
unbeschadet durch die CoronaPandemie gekommen. Wie aus dem
am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht des VW-Konzerns hervorgeht, kommt Porsche bei einem
Umsatz von 26 Milliarden Euro auf
einen operativen Gewinn von rund
vier Milliarden Euro. (Handelsblatt, März 2021) „auch Audi und Skoda im vergangenen Jahr rentabel.“

KNORR BREMSE
„Im laufenden Jahr will Knorr-Bremse
den Umsatz, der 2020 wegen des
Einbruchs der Lkw-Nachfrage in Europa und Nordamerika von 6,94 auf
6,15 Milliarden Euro fiel, wieder auf
6,5 bis 6,9 Milliarden Euro steigern.
(Süddeutsche Zeitung, 4. März 2021)
Der Finanzvorstand Frank Markus
Weber: „Trotz der deutlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in
2020 ist es uns gelungen, mit einer
(…)-Marge von 18,0 Prozent eine
sehr gute Profitabilität zu erreichen
und außerdem einen starken Free
Cashflow (freier Geldfluss, d.V.) von
729 Mio. Euro zu erzielen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir
jederzeit eine gute Liquidität sicherstellen und haben in Summe eine
exzellente Bilanz vorzuweisen.“

BMW „Nach drei Jahren mit sinkenden Gewinnen peilt BMW für 2021 einen
deutlichen Anstieg beim Konzernergebnis vor Steuern an.“ (Passauer
Neue Presse, 17. März 2021)
„Wir sind mit hoher Dynamik in das neue
Jahr gestartet und wollen schnellstmöglich wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen – und darüber hinausgehen. Ein ertragsstarkes zweites
Halbjahr 2020 gibt der BMW Group
dabei Rückenwind für 2021. Der Premium-Automobilhersteller hat im
Zeitraum Juli bis Dezember trotz der
weltweiten Pandemie ein überzeugendes Vorsteuerergebnis erzielt: Es
betrug mehr als 4,7 Mrd. Euro und
lag mit +9,8 Prozent klar über dem
starken Vorjahreswert (4.724 Mio. €;
2019: 4.303 Mio. €). […] Das Unternehmen lieferte in der zweiten Jahreshälfte mit über 1,36 Mio. Einheiten deutlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum aus.“ (BMW Presseerklärung, 17. März 2021)


DAIMLER „Daimler ist (…) deutlich besser
durch das Pandemiejahr 2020 gekommen als von dem Konzern vorhergesagt. Statt 4,3 Milliarden Euro
hat der Mutterkonzern von Mercedes-Benz ein Vorsteuerergebnis von
6,6 Milliarden Euro erzielt.“ (Tagesschau, 29. Januar 2021)