DKP Allgäu - Aktuelles

Willy Wirthgen - weitere Erkenntnisse

Willy Wirthgen - weitere Erkenntnisse

Nach zwischenzeitlicher Einsichtnahme in Dokumente der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald kann in Ergänzung zum bislang auf dieser Homepage Dargestellten mitgeteilt werden:

Willy Wirthgen wurde am 3.5.1933 zusammen mit Max Holy und Fritz Dressel, Joseph Hirsch, den Brüdern Ram und anderen (siehe hierzu Hans Beimler "Im Mörderlager Dachau") aus dem Münchner Polizeigefängnis ins KZ Dachau überstellt, wo er bis zum Antritt seiner Zuchthausstrafe nach Verurteilung des OLG München im Dezember 1933 verblieb. In einem Schriftstück wird er bezeichnet als "der führende Kopf der Kommunisten des Allgäus.Bei ihm handelt es sich um einen besonders gefährlichen Kommunisten".

Bislang war ja unklar, wo er sich nach seiner Abmeldung aus Kempten im Jahre 1936 (siehe Artikel in der "Allgäuer Zeitung" vom 11.8.2010) aufhielt. Nun stellt sich heraus, daß er am 10.9.1939 im Rahmen der "Aktion 1.9." (mit dem Überfall auf Polen und damit Kriegsbeginn wurden viele bereits früher in KZ's und Gefängnissen Inhaftierte erneut in die KZ's eingeliefert) von seinem Wohnort in Sonthofen, Winkel Nr.16, auf Veranlassung der Stapo Augsburg nach Buchenwald gebracht wurde. In den Unterlagen von Buchenwald ist er als "wehrunwürdig" gestempelt. Seine Einziehung zur Wehrmacht im Dezember 1940 dürfte jedoch nicht ungewöhnlich gewesen sein, da mit zunehmendem "Personalbedarf" der Wehrmacht solches oft rückgängig gemacht wurde.

Somit ergibt sich nun folgende aktualisierte Biografie: (siehe Anhang)

Allgäu-Krimi um das Gusswerk Waltenhofen

Allgäu-Krimi um das Gusswerk Waltenhofen

Die Arbeiter des Gusswerks Waltenhofen (bei Kempten) zogen dieser Tage mit ihrem Betriebsratsvorsitzenden Semsi Gözen und dem 2. IG-Metall-Bevollmächtigten von Kempten, Carlos Gil, vor das Wohnhaus ihrer ehemaligen Betriebseigner Dr. Ruja Ignatova und deren Vater Plamen Ignatov, der als Einzelprokurist fungierte. Sie wollten eine "Zahlungsaufforderung" übergeben. Erwartungsgemäß öffnete jedoch niemand und so wurde das Dokument auf zwei großen Plakaten hinterlassen:

"Die IG Metall und die Belegschaft, vetreten durch den Betriebsrat des Gusswerks in Waltenhofen, fordern Sie auf, das dem Unternehmen entzogene Geld in Höhe von Minimum Euro 1.000.000,- umgehend wieder zurückzuerstatten. Nicht die Stabilisierung und Fortführung des Unternehmens, sondern das Auspressen der Firma war Ihr Ziel. Wissentlich haben Sie die Existenz der Beschäftigten und somit die Existenz von über 100 Familien im Allgäu aufs Spiel gesetzt. Selbst Ihr Verkauf bei Nacht und Nebel, sowie die anschließende Flucht ins Ausland, befreit Sie nicht von Ihrer Verantwortung...". Der Aufforderung hing ein Überweisungsschein an.

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Wir sind es wert

Wir sind es wert

Schon im Vorfeld gab es Presseveröffentlichungen, daß es wohl nicht zu gravierenden Einschränkungen kommen werde. Der Geschäftsführer des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu erklärte lakonisch aber auch etwas widersprüchlich: "Wir arbeiten ohnehin ständig mit einer Art Notbesetzung." Übereinstimmend mit Gewerkschaftssekretärin Jutta Aumüller stellte er fest, daß es mittlerweile nicht zuletzt wegen der Bezahlung schwierig werde, entsprechendes Fachpersonal zu finden.

Der Vorsitzende des Bürgermeister-Kreisverbandes Oberallgäu, Anton Klotz aus Haldenwang, beurteilt den Warnstreik allerdings als Provokation. In Kempten und im Oberallgäu wurden heute bestreikt: die Stadtverwaltungen Kempten, Sonthofen und Immenstadt, die Gemeindeverwaltungen in Oberstdorf und zahlreichen anderen Gemeinden, Bundeswehr, Abwasserverband Kempten, Klinikverbund Kempten/Oberallgäu, Bezirkskrankenhaus Kempten, Rotkreuz-Betreunungsgesellschaft und die Lebenshilfe.

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Fehlentscheidung aus Den Haag: Entscheidung gegen NS-Opfer

Fehlentscheidung aus Den Haag: Entscheidung gegen NS-OpferFehlentscheidung aus Den Haag:
Ein Urteil gegen die NS-Opfer

Heute, am Freitag, den 3.2.2012, verkündete der Internationale
Gerichtshof in Den Haag seine Entscheidung im Fall Deutschland ./.
Italien. Er gab der Klage Deutschlands statt, mit der die Bundesrepublik
Immunität gegenüber Klagen von NS-Opfern in Italien beansprucht.
Deutsch-land klagte vor dem IGH, weil italienische Gerichte vielfach zu
Gunsten der Opfer entschieden und eine Klagemöglichkeit in Italien
anerkannt haben. Mit diesem Urteil ist nun der Klageweg für NS-Opfer in
Italien versperrt.

Dieses Urteil bedeutet eine Kapitulation des Rechts vor der Macht. Das
Ergebnis ist eine fak-tische Beseitigung des Individualrechtsschutzes
für die Opfer von Kriegs- und Menschheits-verbrechen, der in den letzten
Jahren eine Stärkung erfahren hatte. Selbst schwerste Staats-verbrechen
sollen keine Ausnahme mehr vom Prinzip der Staatenimmunität erlauben.

Für die Überlebenden des Massakers in Distomo und die ehemaligen
italienischen Militärin-ternierten ist dies ein sehr trauriger Tag, weil
die Ideologie des Stärkeren und die Norm der Mächtigen über die
Anerkennung des Unrechts gegenüber den einzelnen Machtlosen obsiegt hat.
Die NS-Verbrechen und das Leid der Menschen spielten für den Ausgang des
Prozesses keine Rolle. Der Internationale Gerichtshof hat sich der Macht
Deutschlands und der Staatsräson gebeugt und die Grundlagen der
Nürnberger Prozesse faktisch beseitigt.

Eine leise Kritik des Gerichts an der Praxis Deutschlands, ganze
Opfergruppen wie die ehe-maligen italienischen Militärinternierten von
finanziellen Leistungen der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung,
Zukunft" auszuschließen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das
Gericht deren Rechtsansprüche faktisch beseitigt hat. Ohne eine
gerichtliche Durchsetzbarkeit ihrer individuellen Ansprüche sind die
Opfer darauf angewiesen, um Wohltaten zu betteln.

In Berlin dürften heute die Sektkorken knallen. Für die Sache des
Menschenrechts hingegen ist es ein schwarzer Tag. Deutschland als
Rechtsnachfolgestaat des Deutschen Reichs hat vorerst nicht mehr zu
befürchten, für die Verbrechen Nazi-Deutschlands Verantwortung
übernehmen zu müssen und die Opfer zu entschädigen.

Wir werden nicht aufhören, die demütigende Haltung Deutschlands
gegenüber den Opfern der NS-Verbrechen zu kritisieren und weiterhin
fordern, dass alle NS-Opfern entschädigt werden.

AK-Distomo
Hamburg, den 3.2.2012

Kontakt: Rechtsanwalt Martin Klingner – Tel. 040/4396001 oder 4396002
oder 0162/1698656

Weitere Informationen zum Prozess in Den Haag und zu den
Entschädigungsforderungen:

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ak-distomo/

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