DKP Allgäu - Aktuelles

Susanne Ferschl (LINKE) – vom Allgäu in den Bundestag

Susanne Ferschl wurde über die bayerische Landesliste für die LINKE in den Bundestag gewählt. Außer dem CSU-Abgeordneten Stephan Stracke ist sie nun die einzige weitere Abgeordnete aus dem Wahlkreis Ostallgäu.

Susanne Ferschl ist seit 3 Jahren Mitglied der LINKE. Die 44-jährige Kaufbeurerin erlernte nach dem Abitur den Beruf der Chemielaborantin, erwarb zusätzlich die Qualifikation als Business-Coach und Mediatorin. 1994 wurde sie Mitglied der Gewerkschaft NGG. Sie wurde Betriebsrätin beim Nestlé-Werk in Biessenhofen bei Kaufbeuren (früher Allgäuer Alpenmilch AG/ Bärenmarke), das heute mit ca. 650 Beschäftigten hauptsächlich Säuglingsnahrung herstellt. Später wurde sie freigestellte Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Mitglied im Europa-Betriebsrat. Sie ist Regionsvorsitzende der Gewerkschaft NGG im Allgäu.

Wir gratulieren Susanne Ferschl, die wir im Wahlkampf bei einigen Anti-AfD-Kundgebungen und –Demos kämpferisch kennengelernt haben, zu dem Wahlerfolg.

Die LINKE hat unter der Leitung des Direktkandidaten im Wahlkreis Kempten-Oberallgäu-Lindau, Xaver Merk (Altusrieder,der ebenfalls aus der Gewerkschaft NGG kommt und jüngst als deren Sekretär in Neu-Ulm/Günzburg in den Un-Ruhestand getreten ist), einen engagierten Wahlkampf in den beiden Wahlkreisen geführt. Die LINKE konnte beträchtliche Stimmenzuwächse verzeichnen (in Klammern Ergebnisse von 2013):

Kaufbeuren 8,2 % (4,4)

Kempten 7,5 % (5,0)

Memmingen 6,2 %(3,7)

Lindau 8,9 %(5,5)

Wahlkreis Kempten/Oberallgäu/Lindau 5,8%(3,6)

Wahlkreis Ostallgäu 5,5%(3,2)

Weiterlesen...

AfD: Das Allgäu bleibt „alternativ(e)los“ schön…

rief ein Kundgebungsteilnehmer über die Straße in Richtung Gaststätte „Birkenmoos". Ein anderer skandierte: „Der Storch bringt die Kinder, die Storch bringt sie ..." Das letzte Wort ging im Beifall unter. Beatrix von Storch gab sich die Ehre, in der besagten Gaststätte in Lauben bei Kempten eine Rede zu halten. Zum Thema: „Grenzen sichern-Heimat schützen". Was da zu erwarten war, konnte sich jeder ausmalen. Es sollten Ängste und Vorurteile gegen Geflüchtete geschürt werden und damit ein Nährboden für Gewalt und Ausgrenzung geschaffen werden, hieß es in einem kurzfristig formulierten Aufruf des ebenfalls kurzfristig gebildeten „Bündnis Keine Stimme für Rassismus". Einen kleinen Vorgeschmack gab es: die Polizei richtete Kontrollstationen auf den Zufahrtswegen ein und Laubener Kinder und Jugendliche, die von der Bushaltestelle auf dem Heimweg waren, wurden eingehend befragt, wo sie denn hinwollten.

Den Anstoß gaben wie so oft die Jugendlichen im Umfeld des selbstverwalteten Jugendzentrums react!OR in Kempten, seit nunmehr über zehn Jahren eine verlässliche Institution in Sachen Antirassismus und Antifaschismus. Sie traten in den letzten Wochen bereits in Mindelheim spontan einer AfD-Veranstaltung entgegen und leisteten in Kempten bei einem samstäglichen Infostand mit Transparenten und Plakaten die erforderliche „Aufklärung". Nun gesellten sich in diesem Fall auch schnell Laubener Bürger hinzu, die der Auftritte der AfD im „Birkenmoos" leid sind. Innerhalb kurzer Zeit führte der AfD-Kreisverband Kempten-Oberallgäu-Lindau-Westallgäu dort drei Veranstaltungen durch. Das „Birkenmoos" gehört der Gemeinde Lauben und die gab aus falschem Demokratieverständnis heraus die jeweilige Zustimmung. So rührte sich schon seit einiger Zeit Unmut in der Gemeinde und im Gemeinderat. Zunächst fand eine Veranstaltung statt, wo sich beinahe der Gründer und Vorsitzende des Verbands deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaper aus dem Allgäuer Petersthal, vor den AfD-Karren hatte spannen lassen. Im letzten Moment sagte er doch noch seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion ab. Kurze Zeit später traf in Lauben die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ein, Unternehmensberaterin aus Salem am Bodensee mit einem weiteren Wohnsitz in der Schweiz (dort liegt wohl ihre „Alternative"). Und nun eben Beatrix von Storch.

Weiterlesen...

60 Jahre Iller-Unglück: 60 Jahre Tod in der Bundeswehr

60 Jahre Iller-Unglück: 60 Jahre Tod in der Bundeswehr

4.5.2017 - Am 3. Juni 1957 befand sich ein Zug des Luftlandejägerbataillons 19 in Kempten auf dem Rückweg von einer Infanteriegefechtsausbildung auf dem Standortübungsplatz Riederau zur Prinz-Franz-Kaserne (von den Nazis in den 30-er-Jahren gebaut) in Kempten. Der Weg führte über die Illerbrücke bei Hirschdorf (damals Landkreis Kempten, heute Stadt Kempten). Der kommandierende Zugführer, Stabsoberjäger Julitz (als Ausbilder der Bereitschaftspolizei zur Bundeswehr im Aufbau gewechselt) befahl jedoch, nicht den Weg über die Brücke zu nehmen, sondern kurz vor der Brücke durch die Iller. Es war schönes Wetter, die Iller hatte klares Wasser,8° kalt, war dort bei mittlerem Pegel maximal 1,30 m tief, hatte aber als Gebirgsfluß eine starke Strömungsgeschwindigkeit von 2,00 m pro Sekunde. Die 28 Männer begannen in Kette und sich an den Händen haltend in die Iller zu waten. Das wirkte wie eine Art Stauwehr und die Kette brach, die ersten strauchelten. Julitz und der eigentliche Zugführer, Stabsoberjäger Schäffler (der hatte Ausbildererfahrung aus der alten Wehrmacht, war aber an dem Tag fußkrank geschrieben), der das Geschehen von der Brücke aus beobachtete, brüllten noch „Zurück!" Doch da waren 19 Rekruten schon von der Iller mitgerissen, mit Gewehr, Sturmgepäck, Stahlhelm etc. Die wenigsten von ihnen konnten schwimmen. Zwei von ihnen konnten sich auf das Fundament eines Pfeilers der Illerbrücke retten.

Die verbleibenden Soldaten unternahmen verzweifelte, aber vergebliche Rettungsversuche. Im weiteren Verlauf zögerten die örtlichen Bundeswehrverantwortlichen auch, professionelle Hilfe von Wasserwacht und Feuerwehr zu rufen. Man wollte das „unter sich" ausmachen. Doch das Ausmaß ließ sich nicht weiter verheimlichen. Noch am selben Abend schwebte Verteidigungsminister Strauß mit dem Hubschrauber ein, seinen Polterabend in Rott am Inn abbrechend. Bereits drei Tage später fand die offizielle Trauerfeier der Bundeswehr in der Kemptener Prinz-Franz-Kaserne statt, obwohl erst einer der Vermissten gefunden war und in einem Sarg aufgebahrt wurde. Für die anderen wurde je ein Kranz aufgestellt. Man wollte die Sache möglichst schnell den Deckel drauf haben.

Weiterlesen...

Reichsbürgerhochburg Allgäu

22.4.2017 - Seit einiger Zeit häufen sich die Nachrichten im Allgäu über Aktivitäten der Reichsbürger und das Vorgehen der Behörden dagegen.

Der politisch bedeutsamste Fall ist der der Bürgermeisterin Monika Zeller von Bolsterlang im Allgäu. Diese hat nach Berichten der örtlichen Presse bereits im Jahre 2015 einen sogenannten „Gelben Schein" (Staatsbürgerschaftsnachweis) beantragt, den die Reichsbürger als Passersatz benutzen. Als Antrag benutzte sie ein aus dem Internet heruntergeladenes Formular, in dem verschiedene Angaben schon vorgegeben waren. Als Geburtsort gab sie darin an: „Königreich Bayern, Deutschland als Ganzes". Außer ihr haben auch vier weitere Gemeinderäte diesen Staatsbürgerschaftsnachweis beantragt. Weil der, nach einem Vortrag eines profilierten Reichsbürgervertreters vor etwa einem Jahr in Bolsterlang, alleinig Grundeigentumsrechte gewährleisten könne.Und das ist ja in einem Allgäuer Dorf die grundlegende Frage. Den Saal für diesen Vortrag bestellte die Bürgernmeisterin.

Inzwischen gab es eine Demo von 70 Bürgern in Bolsterlang gegen diese seltsamen Vorgänge. Daraufhin traten vier Gemeinderäte zurück. Das Landratsamt Oberallgäu übergab den Fall an die Landesanwaltschaft Bayern, die Disziplinarbehörde für die Beamten und die ehrenamtlichen Bürgermeister. Es könnte mit einer Amtsenthebung der Bürgermeisterin enden.

Weiterlesen...
Seite 1 von 20

logo kommunde marxlink 161111


Nachrichten von www.kommunisten.de

  • Sozialisten bei Gouverneurswahlen in Venezuela erfolgreich
    17.10.2017: Partei von Präsident Maduro gewinnt in 17 Bundesstaaten ++ Fünf gehen an die Opposition ++ Höhere Wahlbeteilgung als vor fünf Jahren
  • ICAN fordert Atomwaffenverbot als Thema der Koalitionsverhandlungen
    18.10.2017: Die 'Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen' (ICAN) hat kürzlich den Friedensnobelpreis erhalten. ICAN Deutschland fordert die Bundesregierung auf, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten und dies auch zum Thema der anstehenden Koalitionsverhandlungen für die Bildung der neuen...
  • "Oktober - Zehn Tage, die die Welt veränderten"
    marxistische linke Berlin-Brandenburg lädt ein 7. November 2017, um 19 Uhr "Oktober - Zehn Tage, die die Welt veränderten" Film von S.M. Eisenstein nach der gleichnamigen Buchvorlage von John Reed über die Ereignisse vor und während der russischen Oktoberrevolution von 1917. Anschließend Foyer-Gespräch Kino...
  • Bavaria fordert: "Klimaschutz statt Kohleschmutz"
    16.10.2017: Am 5. November entscheiden die Münchner BürgerInnen über die Abschaltung des Kohlekraftwerks ++ KlimaaktivistInnen von 'Ende Gelände' behängen Münchner Wahrzeichen mit Riesentransparent
  • Rajoy bleibt auf Konfrontationskurs
    13.10.2017: Rajoy: in Katalonien eskalieren "Radikalismus, Ungehorsam und Tumulte" ++ Madrid geht den Weg der "nuklearen Option": Ultimatum an Barcelona und Einleitung des Prozesses zur Absetzung der katalanischen Regierung ++ Unidos Podemos fordert Dialog ohne Vorbedingungen ++ Ermittlungen wegen 'Rebellion'...
  • Im französischen Herbst bläst Macron der Wind ins Gesicht
    12.10.2017: Während Frankreichs Staatspräsident Macron am Dienstag (10.10.) zusammen mit Kanzlerin Merkel bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse bemüht war, sein Image als staatsmännischer Europäer und Kenner der deutschen und europäischen Literatur aufzupolieren, wehen ihm zur Zeit im eigenen Land...

kommunist-werden


Gramsci-Broschüre der DKP Südbayern

Titelblatt_aussen

Kosten: 2,50 Euro plus Versand (bei Einzelheft 0,85 Euro)

ab 10 Stück und bei Vorkasse pro Heft 2,- Euro und versandkostenfrei

Bestellung über solveiggruber@hotmail.de

Bankverbindung:
DKP München, Kto-Nr.213 888 800
Postbank München, BLZ 700 100 80, Kennwort "Gramsci"
BIC: PBNKDEFF
IBAN: DE69700100800213888800



marxistische linke


Lokale Organisationen und Bündnisse:

mbgkr

muc-fbbb

Kopie_von_MAPC-RundLogo

 

aida213x42

attac-muc-neu  

dff-muc

ku

   cuba

 

vvn-muc-bda_2