Die USA drei Tage nach den Wahlen

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9.11.2016 - Die US-Wahlen sind entschieden: Donald Trump wird neuer Präsident der Vereinigten Staaten. Ob sie zu vereinigen sind, diese Staaten, wird sich zeigen. Die USA sind innerlich zerissen wie kaum ein anderes Land. Trump diskriminiert Frauen, Religionen und Bevölkerungsgruppen. Er will eine gigantische Mauer vor Mexiko errichten und die Zollschranken hochziehen. Die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der USA erinnern zu Teilen an den Status eines Entwicklungslandes. Wie kann ein politisch unerfahrener aber stinkreicher Präsident mit diesen massiven Problemen des mächtigsten Landes der Welt fertig werden?

Wir haben in Rosenheim die spannende Gelegenheit, dieses Hauptthema dieser Tage mit Conrad Schuhler, Vorsitzender des isw – Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, zu diskutieren:

Freitag, 11.11.2016, 19:00 Uhr
im Z - Linkes Zentrum in Selbstverwaltung
Innstraße 45a, Rosenheim

Conrad Schuhler ist ein ausgezeichneter Kenner der USA, Journalist und Wirtschaftswissenschaftler. Conrad lebte einige Jahre in den USA und arbeitete an den Universitäten Yale und Berkeley/California. Er veröffentlichte mehrere Bücher über die USA wie "Freeze – die Geschichte des anderen Amerika" (Weltkreis-Verlag). Seine Beiträge im isw befassen sich oft mit den USA wie "US-Wahlen: Trump kontra Hillary – Wall Street meets Wall Street?" (siehe isw Übersicht und unser isw-Archiv).

Wir laden Euch herzlich zu diesem Abend ein.

 


 

wahl bild 34.10.2016 - Die Präsidentschaftswahlen der USA am 8. November 2016 finden in einer prekären politischen und ökonomischen Lage statt. Nach acht Jahren Obama-Präsidentschaft werden die USA von schroffer sozialer Ungleichheit zerrissen. Über die Hälfte des gesamten Einkommenswachstums zwischen 2009 und 2014 floss zum obersten „1 %“ der Bevölkerung. Während das oberste Prozent der Haushalte 40 % des Gesamtvermögens besitzt, erleben sich die Arbeiter als die Verlierer der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die USA sind zwar wirtschaftlich und militärisch die mit Abstand stärkste Nation der Welt. Gleichzeitig werden sie durch marode Strukturen u.a. in den Bereichen Bildung, Verkehrswesen und Sozialwesen geplagt. Ihre Wirtschaft ist auf dem Weltmarkt nur eingeschränkt konkurrenzfähig.

Aus all dem resultiert eine innen- und außenpolitische Schwäche der USA, deren aggressive Beantwortung in Handelskriegen,  Militarisierung und Krieg liegt.

Zur Wahl stehen bekanntlich Hillary Clinton, eine aggressive Außenpolitikerin und Vertreterin des Establishments und Donald Trump, ein rassistischer und chaotischer Milliardär. Was können also diese Wahlen bringen?

  • Eine Abkehr vom aggressiven Kurs der Außenpolitik und von der akuten Gefahr eines weltweiten Atomkrieges?
  • Milderung der asozialen Innenpolitik, vielleicht sogar  wenigstens eine leichte Umverteilung von Oben nach Unten?
  • Oder weiter eine Politik für die 1% Reichen?
  • Verringerung der Konfrontationen in diesem total zerrissen Land?
  • Eine Trendwende bei der Umweltzerstörung, deren Hauptleidtragende die USA sind?
  • Mehr Demokratie und weniger Marktradikalität?

Illusorische Wünsche an zwei Kandidaten der Wallstreet-Interessen?

Am 8.11. und mehr noch bei unserem Informationsabend nach der US-Wahl am 11.11. mit Conrad Schuhler wissen wir etwas mehr.


 

 

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