DKP Südbayern - Aktuelles

Umwelt-Info November 2017: Für das Klima heißt konsequent gegen Kapital und Monopole

Umwelt-Info November 2017: Für das Klima heißt konsequent gegen Kapital und Monopole

Informationen der Deutschen Kommunistischen Partei zum Bonner Klimagipfel

Pünktlich zum Bonner Klimagipfel werden die neuesten Daten der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre bekannt. 2017 haben wir die höchste mittlere Konzentration mit fast 405 ppm (parts per million) erreicht. Vor der Industrialisierung lag die Konzentration bei 280 ppm. Die vergangenen zwei Jahre waren die jeweils wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Aber nicht nur die Atmosphäre wird wärmer, auch die Ozeane erwärmen sich. Die daraus resultierenden Hurrikans in Südostasien, der Karibik und im Süden der USA geben uns einen Vorgeschmack auf zukünftige Extremereignisse. Die Sturmtiefs „Sebastian“ und „Herwart“, die in Nordeuropa schwere Schäden verursachten und auch in Deutschland einige Menschenleben forderten, zeigen auch hier in Europa die direkten Auswirkungen des Klimawandels.

Klimaschwankungen gab es in der Erdgeschichte schon immer. Der jetzige Temperaturanstieg ist allerdings hausgemacht: knapp 200 Jahre ungezügelte kapitalistische Wirtschaft, industrielle Landwirtschaft und Verkehr, also die Verbrennung von fossilen Energien, haben den gespeicherten Kohlenstoff freigesetzt, der heute als CO2 in der Atmosphäre angereichert wird. Die Speicherung dieser Kohlenstoffreserven mittels Sonnenenergie und Photosynthese hat die Natur 500 Millionen Jahre gekostet, der Kapitalismus hat sie in kürzester Zeit herausgeballert und deren Energie freigesetzt.

Neben Kohlendioxid (CO2), sind vor allem Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wirksame Treibhausgase. Auch ihre Konzentration in der Atmosphäre steigt spürbar an und die Er höhung der Emissionen wird durch menschliche Aktivitäten verstärkt, unter anderem in der industriellen Landwirtschaft.

Erderwärmung ist kapitalismusgemacht

Heute sind sich Klimaforscher darüber einig, dass die Erderwärmung menschengemacht ist. Wir sind uns sicher, dass sie in erster Linie kapitalismusgemacht ist.

Dass wir mit dem Klimawandel und der Erderwärmung ein Problem haben, ist zwar bekannt, aber damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Mit den Vereinbarungen des Pariser Klimagipfels haben sich die Staaten auf eine freiwillige Zielvereinbarung geeinigt, die Umsetzung wird wohl kaum gelingen, denn der CO2-Ausstoß zum Beispiel in der BRD geht munter weiter:

  • 2015: Erhöhung des CO2-Ausstoßes um 0,7 Prozent gegenüber 2014
  • 2016: Erhöhung des CO2-Ausstoßes um 0,9 Prozent gegenüber 2015
  • 2017: Bei unklarer Datenlage ist eins ganz klar, die Werte steigen weiter

Der Kapitalismus soll das Klima retten?

Die Verwirklichung des Ziels einer Senkung des CO2-Ausstoßes in unserem Land sieht anders aus. Die Bundesregierung hat den Plan, dass die Konzerne technische Problem lösung betreiben sollen, was diese natürlich profitorientiert tun. Dass die Bundesregierung die Umstellung aber nicht konsequent verfolgt, wird zum Beispiel daran deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien erschwert wurde, wodurch zehntausende Arbeitsplätze in der Solar industrie vernichtet wurden. Insgesamt fließt immer noch ein Vielfaches mehr an staatlichen Subventionen in fossile Energieträger als in die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energien.

Klimaschutzpolitik ist mehr als ein technisches Um rüs tungsproblem. Bei der Umstellung von fossilen Energien auf erneuerbare Energien wird wieder ein Teil des Kapitals und der Monopole einen Riesenprofit machen, aber die Menschen sollen dafür zahlen. Konkret wird die Umstellung von Diesel auf Elektroauto Milliarden in die Kassen der großen Automobilkonzerne wie VW und Daimler spülen.
Das Klima wird dies nicht retten, denn eine einfache Umstellung von fossil auf erneuerbar reicht nicht. Was wir brauchen, ist eine gesellschaftliche Diskussion und Umverteilung. Eine neue Klimaschutzpolitik stellt nahezu alle Bereiche der Gesellschaft vor neue Herausforderungen.

Verkehrspolitische Ansätze sind in Deutschland ein besonders heikles Thema: Tempolimit, Individualverkehr und/oder Massenverkehr, subventionierte Luftfahrt, Just-in-Time-Produktion, Industrieansiedlungen an Autobahnen anstelle am Schienennetz sind nur einige Beispiele, worum es hier geht.

Klimaschutzpolitik muss aber auch Einsparung von Energie bedeuten. Hier nennen wir Kommunistinnen und Kommunisten an erster Stelle eine konsequente Antikriegs- und Abrüstungspolitik.

Klimaschutzpolitik in all ihren Facetten und Wechselwirkungen ist mit der erbarmungslosen Jagd nach Profit kapitalistischer Systeme nicht vereinbar. Die Klimaerwärmung kann nur mit gesamtgesellschaftlicher Planung abgemildert werden. Wir brauchen eine Wirtschaft, die an den Interessen der Menschen und damit an einer ressourcenschonend, umweltfreundlichen Produktion orientiert ist. Eine zukünftige sozialistische Ökonomie muss nach Lösungen einer Verbrauchsgerechtigkeit der Ressourcen für alle Menschen dieser Erde suchen.
Lasst uns gemeinsam Druck auf Klima zerstörende Monopolmacht und deren politische PR-Abteilungen entfalten. Wir haben nur diese Erde.

Für das Klima heißt eben konsequent gegen Kapital und Monopole!

100 Jahre Oktoberrevolution

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

1917-2017 - Revolution und Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?

Wir diskutieren mit

Frank Deppe

Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Freitag, 10. November 2017, 19:00 Uhr

EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München

(19.10.2017)

Weiterlesen...

Bezirksvorstand Südbayern der DKP beruft Bezirksdelegiertenkonferenz ein

Auf seiner Sitzung am 22. September hat der Bezirksvorstand der DKP Südbayern die Bezirksdelegiertenkonferenz einberufen.

Sie findet statt am
Donnerstag, 16. Nov. 2017 um 18 Uhr
im KommTreff München, Holzapfelstr. 3.

Vorläufige Tagesordnung:
+ Eröffnung und Konstituierung der Bdk
+ Beschlußfassung über Tages?, Geschäfts?, Wahlordnung und Zeitplan
+ Wahl der Antrags? Wahl? und Mandatskommission
+ Referat / Rechenschaftsbericht
+ Kassenbericht
+ Berichte der Kommissionen
+ Diskussion zu Referat und Anträgen
+ Debatte und Beschlussfassung über Anträge
+ Entlastung Kassierer und BV
+ Bericht der Mandatskommission
+ Wahlen
+ Schlusswort

Entsprechend Art.7 Statut werden die Delegierten auf den Gruppenversammlungen bzw. Kreiskonferenzen gewählt. Entsprechend Art. 13 Statut ist dabei eine 50 prozentige Quotierung anzustreben, mindestens aber die Quote, die dem prozentualen der Genossinnen in der Mitgliedschaft entspricht.

Delegiertenschlüssel:
Der BV hat beschlossen, dass je angefangene 10 Mitglieder ein Delegierter / eine Delegierte gewählt wird.

Antragsschluss ist
Montag, 13. November 2017.
Der BV fungiert als vorläufige Antragskommission.

1.10.2017

Die Linksfraktion im Bundestag muss gestärkt werden

Die Linksfraktion im Bundestag muss gestärkt werden

Auch die DKP kandidiert zu den Bundestagswahlen. Sie fordert Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich, die Schaffung von Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst, mehr Geld für Bildung und Soziales – statt Milliarden für die Rüstung – sowie die Beendigung aller Kriegseinsätze der Bundeswehr. Die DKP hat jedoch nicht die geringste Chance in den Bundestag einzuziehen.

Deshalb wählen viele DKP-Mitglieder die Partei DIE LINKE.

Das halten wir für richtig.

Weiterlesen...
Seite 3 von 46
Banner