Nie wieder Krieg. DGB-Veranstaltung zum Antikriegstag 2019


Termin Details


Begrüßung: Simone Burger, DGB Kreisverband München
Gastbeitrag: Ernst Grube, Zeitzeuge
Referat: “Die NATO und Russland” mit Jürgen Wagner, (IMI) Informationsstelle Militarisierung
Anschließend Diskussion
Moderation: N.N.

 

NIE WIEDER KRIEG

Der zweite Weltkrieg begann vor 80 Jahren am 1. September 1939 mit dem Überfall des faschistischen Deutschlands auf Polen. Er dauerte sechs Jahre und kostete fast 60 Millionen Menschen das Leben.
Was bedeutet „Nie Wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ für uns heute, wenn wir uns an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und an die Herrschaft des Nationalsozialismus erinnern: an die Shoa, an die Verfolgung, Entrechtung und Vernichtung Andersdenkender, anders Glaubender, anders Liebender und an die Opfer des Krieges und die Kriegsverbrechen der
Wehrmacht?
„Erinnern kann nicht ungeschehen machen, aber die Wiederholungswahrscheinlichkeit verringern.“
(Friedrich Schorlemmer)
Im zweiten Teil des Abends wollen wir uns mit dem Thema „Die NATO und Russland“ auseinander setzen. Welche Gründe führten zu einer Verschlechterung des Verhältnisses zwischen der NATO und Russland? Kann man von einem neuen kalten Krieg sprechen? Und was muss sich aus friedenspolitischer Perspektive ändern.

Gastredner und Referent:

Ernst Grube
ist einer der bekanntesten Münchner Zeitzeugen der NS-Diktatur. Er erlebte seine Kindheit in der bayerischen Landeshauptstadt als einer, der ausgegrenzt, diskriminiert und entrechtet wurde, dessen jüdische Freunde ermordet wurden, der in Lagern mitten in München leben und den gelben Stern tragen musste. Zusammen mit seiner jüdischen Mutter und beiden Geschwistern wurde er 1945 nach Theresienstadt deportiert. Bis heute ist Ernst Grube unermüdlich als Zeitzeuge an Gedenkstätten, in Schulen, bei Vereinen und in Bildungseinrichtungen aktiv. Er nimmt das Vermächtnis der NS-Opfer ernst: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, lautet seine Botschaft.
Jürgen Wagner
ist Politikwissenschaftler und geschäftsführender Vorstand der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in
Tübingen. Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. arbeitet seit 1996 in einem breiten Spektrum friedenspolitischer
Themen mit einem starken Fokus auf der Rolle Deutschlands in der Welt. Als gemeinnütziger Verein ist es Ziel des IMI, mit
Analysen und Informationen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.